Playbook
Weg von WordPress: das Relaunch-Playbook
Wie junofy.com von WordPress auf ein datenbankfreies, KI-fähiges Fundament gewechselt ist – und wie du den Wechsel für dein eigenes Projekt planst.
Der Relaunch in Zahlen
Tempo gemessen mit Google Lighthouse (0–100); Sichtbarkeit und KI-Auffindbarkeit aus der Analyse zum Projekt.
Dieses Playbook zeigt an einem echten Projekt, wie ein Wechsel weg von WordPress aussieht – und wie du ihn für dein eigenes Vorhaben planst. Am Beispiel von junofy.com: Die WordPress-Seite bremste das Wachstum, weil Geschwindigkeit, Flexibilität und KI-gestützte Abläufe an Grenzen stießen. Die Antwort war kein weiteres Plugin und kein Patch, sondern ein neues Fundament – ohne klassische Datenbank, von Grund auf für KI gebaut. Wichtig: Die Optik blieb bewusst unverändert. Erneuert wurden Technik, Tempo und Auffindbarkeit, nicht das Aussehen. Du bekommst hier den nachvollziehbaren Weg mit den Zahlen davor und danach, den gebauten Bausteinen und den ehrlichen Erfahrungen. Und den kompletten Fahrplan zum Selberplanen bekommst du als Vorlage dazu (PDF): von der Anforderungsliste über den Ablauf in Phasen bis zur Checkliste für den Livegang.
Zum Mitnehmen
Bauplan & Checkliste als PDF
Diese Seite erklärt den Prozess. Die fertige Vorlage zum Selberbauen bekommst du als PDF – mit allem zum Abhaken:
- Die 12 Anforderungen als fertige Vorlage – mit einem klaren Kriterium je Punkt, wann er erfüllt ist
- Der Ablauf in Phasen – von der Analyse bis zum Livegang, mit Zeitrahmen und wer mitarbeitet
- So ziehst du Inhalte um, ohne bei Google Rankings zu verlieren
- Eine Checkliste zum Abhaken für den Tag des Livegangs
- So misst du vorher und nachher, dass sich der Umbau gelohnt hat
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Die Ausgangslage
Warum WordPress das Wachstum ausbremste
WordPress ist nicht schlecht – es war für das kleine Marketing-Team bei JUNOfy nur zum Flaschenhals geworden. Der Frust entstand nicht an einer einzelnen Stelle, sondern im Alltag: Jede neue Anforderung wurde zum Kompromiss, jede Kampagne zur Vorlaufzeit.
- Tempo bei Änderungen: Was das System nicht vorsah, wurde zum teuren Entwickler-Ticket statt zu einer schnellen Anpassung – dazu drückten Datenbank- und Plugin-Ballast die Ladezeit.
- Das kleine Team: Nicht jede:r war sicher im Umgang mit WordPress. Als wir von Elementor auf Gutenberg umstellten, hieß das erst mal: neu einarbeiten.
- Kampagnen brauchten Vorlauf: Eine neue Landingpage zu bauen, dauerte Stunden; schnelle Kampagnen hingen an langer Vorbereitungs- und Konzeptzeit.
- KI-Abläufe passten nicht: Moderne, KI-gestützte Arbeitsweisen ließen sich auf dem alten Fundament nicht sauber umsetzen.
Die Grundentscheidung
Kein Patch, sondern ein neues Fundament: ein schlanker Stack ohne klassische Datenbank, auf dem sich Inhalte direkt und per KI ändern lassen – heute schneller, als es mit WordPress-Templates je ging.
Das Briefing
12 klare Anforderungen an das neue Fundament
Ein guter Relaunch beginnt nicht mit einem Tool, sondern mit klaren Ansagen. Das war die Anforderungsliste – gleichzeitig die Messlatte für die Abnahme:
- Weg von WordPress, hin zu einem modernen System
- Struktur und Inhalte per KI komplett neu gestaltbar
- Maximale Ladegeschwindigkeit
- Automatische Backups mit eigenem Alarm-System
- Rollenbasiertes Rechtemanagement
- Inline-Bearbeitung direkt im Frontend
- Ohne klassische Datenbank
- On-Page-SEO von Grund auf
- Drittsysteme modular als Add-ons zuschaltbar
- KI-gestützte Bild-Klassifizierung per Klick
- Selbst entwickelter Live-Chat in der Plattform
- LinkedIn-Connector zwischen Website und Business-Netzwerk
Im PDF
Dieselben 12 Punkte als kopierbare Vorlage – mit einem konkreten Kriterium je Punkt, damit du gegenüber Team oder Dienstleister messbar machst, wann etwas wirklich fertig ist.
Das Ergebnis
Vorher/Nachher: schneller, sichtbarer, KI-auffindbar
Die Zahlen wurden an der alten WordPress-Seite (vorher) und im laufenden Betrieb der neuen Plattform (nachher) gemessen. Ladegeschwindigkeit per Google Lighthouse; Sichtbarkeit und KI-Auffindbarkeit aus der Analyse zum Projekt.
Entscheidend ist der Dreiklang: Das Tempo stieg deutlich, die Sichtbarkeit in klassischen Suchmaschinen zog nach – und die Auffindbarkeit in KI-Systemen sprang von 55 auf 100. Genau Letzteres ist der Punkt, den heute kaum jemand misst und der morgen über Reichweite entscheidet.
Was gebaut wurde
Die Bausteine des neuen Systems
Aus den Anforderungen wurde ein modulares System. Jeder Baustein zahlt auf eines ein: schneller, selbst steuerbar oder KI-fähig.
- 1
Datenbankfrei
Ein schlanker, eigens gebauter Stack ohne klassische Datenbank – weniger Ballast, kürzere Ladezeiten.
- 2
Inline-Editing
Inhalte direkt auf der Seite ändern, ohne Umweg übers Backend – 261 Texte sind so pflegbar, inklusive Versionsvergleich zur alten Seite und Datensicherung per Klick.
- 3
Rollen, Rechte, Backup & Alarm
Rollenbasiert steuern, wer was sieht und bearbeitet – plus automatische Sicherung mit eigenem Benachrichtigungssystem.
- 4
KI im Kern
Die Seite lässt sich per KI aktiv umbauen, nicht nur pflegen – inklusive KI-gestützter Bild-Klassifizierung per Klick.
- 5
Module zum Zuschalten
Tracking, Cookie-Banner, Übersetzung und CRM-Anbindung (u. a. HubSpot) lassen sich als eigene Module dazuschalten; Formulare gehen direkt in die eigene Datenbank und ins CRM.
- 6
Live-Chat & LinkedIn-Connector
Ein selbst entwickelter, DSGVO-konformer Live-Chat (klare Einwilligung, Verlauf-Löschung nach 7 Tagen, danach nur anonyme Zusammenfassung) und eine eigene Verbindung zwischen Website und LinkedIn.
SEO & GEO
Warum ein KI-fähiges Fundament auch auffindbar macht
Ein datenbankfreier, sauberer Stack ist nicht nur schneller – er ist auch besser lesbar. Und genau das ist die Grundlage für zwei Arten von Sichtbarkeit: klassisches SEO und GEO.
SEO profitiert direkt von Tempo und sauberem Code: Suchmaschinen-Optimierung war von Anfang an eingeplant, nicht als Plugin obendrauf. GEO (Generative Engine Optimization) ist die nächste Stufe: Suche findet längst nicht mehr nur bei Google statt – ChatGPT, Perplexity und KI-Übersichten zitieren die Quellen, die sie sauber lesen und einordnen können. Schnelle, klar strukturierte Seiten ohne in Skripten versteckte Inhalte sind dafür die halbe Miete. Der Sprung der KI-Auffindbarkeit von 55 auf 100 ist kein Zufall, sondern Ergebnis dieses Fundaments.
Für dich übertragbar
Wer heute nur für Google optimiert, taucht morgen in KI-Antworten nicht auf. Ein sauberes, schnelles Fundament zahlt auf beides gleichzeitig ein.
KI als Hebel
Was Claude übernimmt – und wo du freigibst
Das Besondere am neuen Fundament: Vieles, was früher mühsam von Hand lief, übernimmt jetzt Claude – du gibst nur noch frei. Das Prinzip bleibt gleich: Claude macht die Fleißarbeit, der Mensch entscheidet.
- 1
Weiterleitungen vorbereiten
Claude erstellt eine Liste: jede alte Adresse mit „bleibt“ oder „weiterleiten auf …“. Du nimmst sie einmal ab und gibst sie frei – den Rest setzt Claude selbst um. So geht kein Ranking verloren, ohne dass du stundenlang Tabellen pflegst.
- 2
Formulare testen
Das Durchklicken aller Formulare übernimmt Claude automatisch: Kommt alles sauber in Datenbank und CRM an? Nur echte Spezialfälle schaust du dir noch selbst an.
- 3
Wöchentlicher SEO- & GEO-Report
Claude baut dir einen Report, der jede Woche automatisch ins Postfach kommt – mit den aktuellen SEO- und GEO-Updates und deinem gemessenen Ranking, ohne dass jemand Zahlen zusammensucht.
- 4
Meta- und strukturierte Daten
Titel, Meta-Beschreibungen und strukturierte Daten (FAQ, Breadcrumb) erzeugt Claude gleich mit – das Futter, das Google und KI-Antwortmaschinen brauchen.
- 5
Alt-Texte und Bilder
Für jedes Bild schlägt Claude einen sinnvollen Alt-Text vor (gut für SEO und Barrierefreiheit) und hilft, die Komprimierung zu treffen: scharf, aber schnell.
- 6
Tote Links finden
Nach dem Umzug prüft Claude die Seite auf Fehlerseiten und kaputte Links – und meldet, was noch ein Ziel braucht.
- 7
Sicherheit prüfen
Lass Claude regelmäßig einen Sicherheits-Check machen: Wo haben wir Schwachstellen auf der Seite? So fallen Lücken auf, bevor sie jemand ausnutzt.
Ehrlich bleibt ehrlich
Was gut lief – und was schwerer war als gedacht
Hat gut funktioniert
- Erst die Anforderungen klären, dann bauen – die 12 Ansagen waren der rote Faden und der Maßstab, wann etwas fertig ist.
- Optik bewusst behalten: keinen zweiten Schauplatz aufmachen, voller Fokus aufs Fundament.
- Datenbankfrei als Prinzip – spürbar beim Tempo und bei der Wartung.
- KI von Anfang an mitdenken, statt sie später draufzusetzen.
War schwieriger als gedacht
- Der 1:1-Nachbau des Designs: jede Änderung so einzukippen, dass am Ende alles exakt gleich aussah, zog sich – damit tat sich Claude schwer.
- Die richtige Bildkomprimierung: klein genug für Ladezeit und SEO, aber nicht pixelig oder unseriös – den Mittelweg zu finden, hat gedauert.
- Das Team mitnehmen: Jede:r war auf seine Art in WordPress eingespielt, und Claude verändert die Art zu arbeiten – das fand nicht jede:r sofort gut.
- Inhalte sauber umziehen, ohne bei Google Rankings zu verlieren – das braucht einen Plan für Weiterleitungen.
- Vorher/Nachher ehrlich messen – man braucht die Ausgangswerte, bevor man die alte Seite abschaltet.
Die Lösung fürs Team
Wir haben die verschiedenen Wege, Inhalte zu bearbeiten, nachträglich ins System eingebaut – so blieb jede:r schnell handlungsfähig, egal wie vertraut mit dem Neuen. Mit Claude war das möglich: Das System passt sich den Menschen an, nicht umgekehrt. Für mich selbst war der Umstieg übrigens leicht – meine eigene Website hatte ich schon von WordPress auf Claude umgezogen, deshalb kannte ich diese Hürden kaum.
Für dein Projekt
Wann sich der Abschied von WordPress lohnt
Nicht jede Seite muss WordPress verlassen. Der Wechsel lohnt sich dort, wo Tempo, Individualität, technische Qualität und KI-Fähigkeit über das Wachstum entscheiden. Prüf dich an diesen Fragen:
- Bremst die Ladezeit trotz Optimierung spürbar Rankings oder Conversion?
- Wird jede zweite Anforderung zum Plugin-Kompromiss oder Entwickler-Ticket?
- Willst du KI-gestützte Workflows nativ nutzen, nicht nur anflanschen?
- Zählt für dich Auffindbarkeit in KI-Systemen, nicht nur bei Google?
Wenn du mehrfach „ja“ denkst, ist ein datenbankfreies, KI-fähiges Fundament die stärkere Wahl. Bleibt ein großes Redaktionsteam mit eingespielten CMS-Prozessen oder ein Shop-/Plugin-Standard im Zentrum, kann WordPress die pragmatischere Option sein. Es geht nicht um Dogma, sondern um das richtige Fundament für den Zweck.
Los geht's
Deine nächsten Schritte
- 1Miss deinen Ausgangspunkt: Ladegeschwindigkeit, Sichtbarkeit und – wichtig – deine Auffindbarkeit in KI-Systemen.
- 2Schreib deine eigenen „klaren Ansagen“: Was muss das neue Fundament können? (Vorlage im PDF.)
- 3Schau, welche Inhalte du hast, und plane die Weiterleitungen, bevor etwas umzieht.
- 4Bau das Fundament datenbankfrei und KI-fähig – Optik erst mal behalten, Technik zuerst.
- 5Nach dem Livegang gegen den Ausgangspunkt messen – und den Erfolg belegbar machen.
„Der eigentliche Gewinn war nicht die schnellere Seite. Es war, dass das ganze Team den Weg mitgegangen ist – und heute jede:r Inhalte und Struktur selbst steuert, statt auf das nächste Entwickler-Ticket zu warten. Claude hat verändert, wie wir arbeiten, und am Ende alle schneller gemacht.“
Einblicke
So sieht die neue Plattform aus
Ausgewählte Screenshots der neuen junofy.com-Plattform – damit das Fundament greifbar wird.





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